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Beschleunigung, Disruption, ökonomisch wie politisch: das globale Geschehen scheint sich durch den neuen US- und Twitterpräsidenten noch einmal auf einen eigens und eilends errrichteten Hochgeschwindigkeitsparcours zu begeben, nach dessen Durchlauf so manches anders sein wird.

 

Das muss übrigens gar nicht einmal alles negativ sein. Neue (Handels-)Allianzen, neues Denken, zu dem auch Rückbesinnungen und Neustarts zählen, werden neben den zu erwartenden und zu meisternden Rückschlägen die Zukunft unserer Welt und ihrer Gesellschaften bestimmen.

 

Werbekalender als Teil der customer experience

 

Für Ökonomie und Marketing lässt sich bereits in einer Momentaufnahme bereits jetzt eine fundamental entscheidende Veränderung im User- und Konsumentenverhalten feststellen: Das Verlangen nach dem physischen Kundenerlebnis ist kein Nischenphänomen mehr. Das Comeback der Analogwelten muss nicht herbeibeschworen werden.

 

Es ist bereits vielfach dokumentierte Realität, auf die Handelsriesen wie allen voran Amazon bereits reagieren. Das entfaltet natürlich auch eine Sogwirkung für gegenständliche Werbeträger, wie sie Printprodukte wie Notizbücher und Haftnotizen darstellen. Desweiteren rücken so auch Werbekalender als Teil der customer experience in den Focus.

 

Paradigmenwechsel: Online- und Offline-Welt in neuer Beziehung

 

Schon seit geraumer Zeit sammelt Amazon Erfahrungen mit physischen Buchläden. Dieser Neuorientierung liegen vor allem zwei Erkenntnisse zu Grunde. Die eBook-Umsätze bleiben hinter den Erwartungen zurück. Zudem brauchen gerade Buchleser die analoge Begegnungsstätte: “You can leave the store with a book in your hand …”.

 

Die US-amerikanische Marketingexpertin Denise Lee Yohn erläuterte bereits im vergangenen Jahr, wie Amazon den Aufbau seiner Website in seine analogen Buchhandlungen transferiert. Und wenn ein Online-Handelsriese wie Amazon in seinem US-amerikanischen Kernmarkt auf der Basis seiner Marktdaten den Schritt in die Analogwelt vollzieht, markiert dies nicht weniger als einen Paradigmenwechsel: Online- und Offline-Welt treten in eine neue bilaterale Beziehung, in der die eine ohne die andere nicht kann.

 

Verlangen nach einem physischen Kundenerlebnis

 

Diese Entwicklung wird auch durch den aktuellen Nielsen-Buchreport für die USA noch einmal vehement unterstrichen. Demzufolge verbuchen die eBook-Verkäufe von 2016 einen Rückgang um drastische 16 Prozent im Vergleich mit 2015.

Die britische Autorin und Marketing-Bloggerin Nikki Gilliland kommentiert die Zahlen dann auch

im Rückgriff auf weitere Studien und schlussfolgert, dass die Leser ein ausgeprägtes Verlangen nach einem physischen Kundenerlebnis entwickelt haben. Dies gilt insbesondere neben den älteren Generationen für die Leser bis 30 Jahre.

 

Neubewertung und Relevanzsteigerung der gegenständlichen Werbung

 

Und auch die “always-on”-Generation, die Millennials, zeigt ein verändertes Digitalverhalten auf und lebt einen entschiedener werdenden Wunsch nach weniger persönlicher Screen-Zeit. Genau dieser Wunsch steht auch hinter dem Erlebniswert von Printprodukten als regenerativer Pause.

 

So zerrissen unsere Gegenwart auch erscheinen mag, so ermöglicht sie doch auch einen Ausgleich von digitalen und anlogen Erlebniswelten. Eine wichtige Erkenntnis, die natürlich auch für das Marketing von erheblicher Tragweite ist. Denn auch hier begeben sich analoge und digitale Werbeformen in eine neue Konstellation, die Abgrenzung durch Schnittstellen ersetzt.

 

Das zieht natürlich automatisch Neubewertung und Relevanzsteigerung der gegenständlichen Werbung nach sich. Gerade auch Werbekalender und Notizbücher können in diesem Zusammenhang zu einem wichtigen Bestandteil der customer experience aufrücken. Es ist alles nur eine Frage der Konzeption und des Timings.

 

 

Autor: Richard Kastner

 

 

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