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Wurde Zeit durch Kalender früher noch eingeteilt, benötigt sie heutzutage ein eigenes Management. Kein Wunder, werden wir doch Tag für Tag mit einer Fülle an Informationen konfrontiert, die wir nur zu einem Bruchteil verarbeiten können.

 

Das Gehirn und Multitasking sind nicht wirklich füreinander bestimmt. Unser Hirn lässt sich schnell ablenken und verliert den Fokus. Vor allem eines kommt in der Hektik des Alltags zu kurz: Pausen.

 

Das liegt einerseits daran, dass das Einplanen von Ruhepausen zu einer Art Luxus avanciert ist. Wo damals ein Eigenheim oder ein Mittelklassewagen als besonders edle Güter galten, ist es heute vor allem die Zeit, die rar gesät ist.  Andererseits haben wir einen Einfluss auf diese Entwicklung und etwas Wichtiges verlernt: das „Nein“-sagen.

 

Termine statt Arbeit

 

Die meisten Termine möchten wir natürlich wahrnehmen, schließlich inspirieren und motivieren sie uns und sind mitunter sehr ergiebig. Das sind Notizzettel unter Umständen auch, doch mit beidem verhält es sich ähnlich: Regiert

 

 

Masse statt Klasse, verlieren wir den Überblick. Das schließt produktives Arbeiten schon zu Beginn aus.

Ein beliebter Irrweg: Die Fehlinterpretation von freien Spalten als vakante Zeiträume im Kalender. Natürlich können sie gefüllt werden - sie MÜSSEN aber nicht. Zwar ist es im 21. Jahrhundert zur olympischen Disziplin geworden, den Kalender möglichst dicht mit Terminen zu besiedeln – das fühlt sich ja auch so herrlich beschäftigt an, richtig?

 

Nichtsdestotrotz sollten Pausen als Zeitinseln ein fester Bestandteil jedes Kalenders sein. Ganz gestresste Zeitgenossen müssen ihre Ruhephasen ebenso gut im Auge behalten, wie ihre wichtigsten Termine. Der Kaffee am Morgen, die Mittagspause, der Feierabend: Zeiten zum Durchatmen und Innehalten sind unabdingbar, gerade wenn der Terminplaner wieder einmal überläuft.

 

Zeit im Kalender? Denkste!

 

Doch wir vergessen nicht nur regelmäßiges Pausieren, sondern auch die kleinen alltäglichen Aufgaben. Das Erledigen der Post, das Schreiben von Berichten, E-

 

 

Mails checken und beantworten, Telefonate führen, die Ablage verkleinern, den Schreibtisch aufräumen, Gänge zur Toilette: Wir sind keine Leistungsmaschinen, die auf all diese Tätigkeiten verzichten können.

Darüber hinaus überlisten wir uns selbst, denn das ständige Beschäftigtsein hat mitnichten einen positiven Einfluss auf unsere Arbeitsergebnisse. Ganz im Gegenteil: Wir verspäten uns, unser Image leidet durch die Unzuverlässigkeit, wir verschwenden Zeit und Energie, müssen uns am laufenden Band neue Entschuldigungen einfallen lassen und verlieren vollends das Zeitgefühl.

 

Das führt dazu, dass wir uns mit einer noch größeren Vielzahl an Mammutaufgaben belasten, deren Umsetzung in der Regel überhaupt nicht realistisch ist. Das sorgt für Stress, Unausgeglichenheit und letztendlich leidet vor allem das Privatleben darunter. So sträuben sich viele Menschen dagegen, aktiv Familienzeit in ihrem Kalender einzuplanen – bis sie die Termine mit dem Scheidungsanwalt notieren müssen.

 

Autorin: Sabine Wegner

 

 

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