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Sind Sie schon zur Ruhe gekommen -  oder hetzen Sie noch von Termin zu Termin?

 

Die Weihnachtszeit, gefolgt vom feierlichen Jahreswechsel, ist traditionell der Besinnlichkeit und inneren Einkehr gewidmet. Doch jedes Jahr scheint sich das Rad der Zeit schneller zu drehen – mit Zuwachsraten zum Jahresausklang.

 

Was als Balsam für die Seele gedacht war, ist zur Herausforderung mutiert.

 

Schnelllebigkeit war gestern – heute leben wir in Parallelzeiten: 24/7 on ... Die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung des Lebens ziehen alles in ihren Sog und in unfassbare Sphären.

 

Schöne Bescherung! Die Stressoren, die auf uns einwirken, haben Zuwachsraten bekommen: Zu den gewachsenen Leistungsanforderungen gesellen sich immer mehr Parallelaufgaben, der Termindruck erhält Verstärkung durch die Anforderung, immer erreichbar zu sein, gerne auch nach Feierabend. Die Erholungsphasen weichen kontinuierlicher Anspannung – der Stressmodus macht sich auch im Privatleben breit.

 

Während die Ansprüche in den Himmel wachsen, verlieren immer mehr Menschen den Boden unter den Füßen.

 

Laut Stressreport der Bundesregierung 2012, für den 20.000 repräsentativ ausgewählte Beschäftigte befragt wurden, haben sich die Belastungswerte nach einem rasantem Anstieg bis Mitte der 2000er Jahre auf hohem Niveau eingependelt. Doch der Dauerdruck führe zum Anstieg gesundheitlicher Probleme und damit auch zur Minderung der Arbeitsqualität.

 

Die negativen Auswirkungen sind längst auf dem wissenschaftlichen Radar. Dauerstress wirkt unmittelbar auf den gesamten Organismus, die Psyche und den Gefühlshaushalt. Typische Symptome sind die Übersäuerung des Organismus, was u.a. zu Immunschwäche, Erschöpfung und depressiven Schüben führt.

Ebenso belegt sind Rückenprobleme, Tinnitus, Migräne und Herz-Kreis-Erkrankungen. Gelingt es dem Betroffenen nicht, seine Tretmühle herunterzufahren und auch einmal in die Ecke zu stellen, chronifizieren sich die Symptome und münden in der Diagnose Burn-Out.

 

Unternehmerisch betrachtet sind gestresste Mitarbeiter ebenso wenig ein Gewinn. Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die bereits Anfang des 21. Jahrhunderts durchgeführt wurde, führen geballte Stressoren u.a. zu Leistungsschwankungen, Erhöhung der Fehlerquote, Qualitätsverlust, gehäuftem Arbeitsausfall, größerer Fluktuation, Verschlechterung des Betriebsklimas, Motivationsschwund und negativen Auswirkungen auf das Image des Unternehmens.

 

Bilanz: Sowohl den Unternehmen und als auch dem Staat entstehen jährlich Verluste in Milliardenhöhe.

 

Zeitgefühl kultivieren

 

Um die eigenen Grenzen der Belastbarkeit zu erkennen, bedarf es – die Selbsterkenntnis erschwerend – Inseln der Kontemplation. Denn Stress frisst auch das Gefühl für sich selbst.

 

Der Tunnelblick verschärft sich, der Autopilot zieht durch, wir drehen uns einmal um und ein ganzer Monat hat sich in Luft ausgelöst. Wir reiben uns die Augen und können kaum sagen, was wir in dieser Zeit alles gemacht haben – war es nicht irgendwie das Gleiche wie immer?

 

Nach aktuellem Stand der Forschung hängen sowohl die Dauer als auch Qualität von Zeit  von unserem subjektiven Empfinden ab.

 

Wie stark sind wir gefühlsmäßig an einer Situation bzw. Handlung beteiligt? Welchen Neuheitswert hat ein Erlebnis? In welcher Intensität nehmen wir unsere Körpersignale wahr und erleben das eigene Ich?

 

Über die Interozeption nehmen wir

haptische Reize wie Muskelspannung, Herzschlag, Temperatur und Bauchgefühle wahr. Indikatoren für die eigene Befindlichkeit. Sie werden in der Inselrinde decodiert, wo sie sich zugleich mit Emotionen und Gedanken verbinden und eine Momentaufnahme unseres handelnden Ichs ermöglichen.

 

Je reduzierter unsere Emotionswelt und das Gefühl für sich selbst, desto rasanter verfliegt die Zeit – im Stressmodus schrumpfen selbst Wochen zu Sekunden. Je stärker wir uns selbst spüren, desto langsamer scheint die Zeit zu fließen. Jeder erfüllte Moment dehnt ihre Dauer noch im Rückblick.

 

Die Weihnachtszeit schenkt uns eine Insel der Besinnung und inneren Einkehr. Ihr Appell – alle Jahre wieder: das Tempo drosseln, sich und seiner Umwelt mehr Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, zu sich kommen, um gestärkt weiterzugehen.

 

Um das Körpergefühl auch im hektischen Terminalltag zu intensivieren, leisten u.a. haptische Werbekalender, Tage- und Notizbücher wertvolle Dienste. Denn sie aktivieren den haptischen Sinn, machen die flüchtige Dimension der Zeit fassbar, spielen uns ein Stück Gewissheit in die Hände und dienen im Sog der Zeit als Ruhepole.

 

Sie helfen unserem Gedächtnis auf die Sprünge – vor- und rückwärts –, denn handschriftliche Notizen stärken Konzentration und Erinnerungsvermögen. Wir können von Seite zu Seite durch ein ganzes Jahr wandern, bei prägnanten Daten innehalten oder mit ruhiger Hand planen ...

 

Gönnen Sie sich zum Jahresausklang mehr Zeitqualität – eine ideale Voraussetzung auch für lange und unvergessliche Feiertage.

 

Die AG Zukunft wünscht allen eine besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches, gesundes 2015!!

 

Autor: Sabine Wegner

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