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Wer braucht ihn nicht? Ein Kalender zählt zu den unverzichtbaren Alltagsbegleitern. Nicht nur unsere Arbeitswelt wird von Terminen regiert, auch das Freizeitleben ist zu einem großen Teil durchgeplant.

 

Einer der entscheidenden Gründe, warum Werbekalender zu den beliebtesten Werbeartikeln aus Papier zählen – bei den Empfängern und bei den Werbetreibenden.

 

Wer einen Papierkalender als Werbebotschafter einsetzt, kann neben expliziten Signalen wie der Logo-Platzierung eine breite Palette von Branding- und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen, um implizit Unternehmenswerte und Produktqualitäten in Form sensorischer Reize zu kommunizieren.

 

Die Form, das Einbandmaterial, die Deckblätter, die Papierart, die Farben, Bilder, grafische Gestaltung, Schriften – sie alle senden Signale, wecken spontan und unbewusst Emotionen und Bewertungen.

 

Beispiele aus der Praxis: ein Tischkalender mit Klarsichtdeckel für einen Fensterputzservice; ein hochwertig verarbeiteter Bildkalender mit edlen Oldtimern für treue Kunden einer Automarke; ein Timer mit Bundesliga-Terminen, dessen grüner Struktur-Einband an eine Rasenfläche erinnert – Eventsouvenir eines Bierproduzenten; ein Werbekalender für junge Familien mit Flauschbezug und Ernährungsratschlägen, überreicht von einem Hersteller für Babykost;

 

ein rosa glitzern- der Taschenkalender, der den Fingerspitzen schmeichelt, angereichert mit Schminktricks und Stylingtipps für Teeniegirls, ausgehändigt von einer Kosmetikfirma ...

Die persönliche Übergabe stimuliert zudem das haptische Talent, Beziehungen zu definieren. Eine Berührung sagt mehr als 1000 Worte.

 


Werbekalender
Jedes Signal zählt

Der Einfluss sensorischer Codes auf unsere Bewertung ist unabhängig davon, ob sie uns bewusst werden oder nicht. Ist die Reizschwelle der sensorischen Signale hoch genug, kommt uns die Bilanz des unbewussten Verarbeitungsprozesses zu Bewusstsein – vor allem die Bewertungskategorien „angenehm – unangenehm, relevant – irrelevant“. Die Details bleiben allerdings meist im Dunklen.

 

Denn pro wacher Sekunde prasseln insgesamt 11.7 Mio. Bit visuelle, akustische, haptische, olfaktorische und gustatorische Reize auf uns ein. Kein Problem für unser archaisches implizites System, zu dem das emotionale Zentrum und die sensorischen Verarbeitungsbereiche gehören.

 

Doch zu unserem Bewusstsein mit Sitz im reflexionsbegabtes Stirnhirn – dem jüngsten Teil unseres Hirns – dringen pro Sekunde nur 10 bis 16 Bit, z.B. 2, 3 kurze Wörter, durch. Sie landen rund 0.5 bis 1 Sekunde später als

 

 

im Unbewussten, das bereits eine Entscheidung getroffen hat, die der Verstand zwar noch ein wenig abwägt, aber selten ändert.

Klassische Kalender bündeln visuelle Signale mit haptischen Reizen, was wiederum zu verstärkter Aufmerksamkeit und besserem Erinnerungsvermögen führt, da parallel mehrere Hirnregionen aktiviert werden. In einer einschlägigen Studie konnten mehr als zwei Drittel der Teilnehmer ohne Gedächtnisstütze benennen, welchem Unternehmen sie ihren Werbekalender verdanken.

 

 

Ausgewählte Quellen

 

Scheier, Christian/Bayas-Linke, Dirk/Schneider, Johannes: codes. Die geheime Sprache der Produkte. Verlag Haufe-Lexware, Freiburg 2010.

 

Krishna, Aradhna: An integrative review of sensory marketing: Engaging the senses to affect perception, judgment and behavior. In: Journal of Consumer Psychology (2011), doi: 10.1016/j.jcps.2011.08.003

 

Spitzer, Manfred: Werkzeuge des Geistes. Editorial, Nervenheilkunde 9/2009, S. 577-581.

 

Miles, L./Nind, L./Macrae, C.: Moving Through Time. In: Psychological Science, 21 (2), 2010, S. 222-223.

 

Buether, Axel: Die Haptik der Farbe. Vortrag anlässlich des Jahreskongresses des Deutschen Farbenzentrums e.V. Universität Weimar, 7.10.2005.

 

 

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