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In den 1950er und 1960er Jahren, lange vor jeder Online-Werbung, war die Begeisterung potentieller Käuferscharen herrlich einfach. Nicht nur weil dem neu entdeckten Konsum nach dem Zweiten Weltkrieg nichts Negatives anhaftete, sondern auch, weil man als Werbetreibender genau wusste, wie man potentielle Kunden erreicht. Wenige Fernseh- und Radiosender, einige Magazine und ein bis zwei Tageszeitungen stellten die gesamte Medienlandschaft und erleichterten die Auswahl des Kommunikationskanals sowie die Ansprache der Zielgruppe erheblich.

 

Heute sieht die Welt anders aus. Im Internet gibt es ein Stelldichein von Websites im mittlerweile dreistelligen Millionenbereich. Fernsehen und Radio haben an Bedeutung drastisch eingebüßt. Digital Natives, die Jugend von heute, bewegen sich durch die Kommunikations- und Unterhaltungswelten von Snapchat, Instagram, WhatsApp, Pinterest, YouTube und ihrer Spielkonsolen. Selbst Facebook verliert ob seiner Überalterung des Netzwerks an Kredibilität und Zuspruch.

 

Warum Print Adblocker liebt

 

Auf der Jagd nach den abtrünnigen jungen Zielgruppen in digitalen

 

 

Sphären soll es die Online-Werbung richten. Kommerzielles Dauerfeuer auf den Screens, YouTube-Spots, Facebook-Ads, Pop-ups, nervtötende - und kostspielige - Ladezeiten inklusive.

 

Die Millionenheere der PCs und Mobile Devices als dauerladende, blinkende Werbungspenetrierer, die nur einen Wunsch erzeugen: sie loszuwerden, einfach abzuschalten: die Geburt der Adblocker aus dem Geist der Werbereaktanz. Und die digitalen Torwächter auf den Handys der heißgeliebten Zielgruppen, sie boomen und treiben den Werbern den kommerziellen Angstschweiß auf die Stirn.

 

Plattform-Anbieter klagen vor dem Kadi, erringen Teilerfolge, erleiden Rückschläge, verlieren weiter an Reichweiten – und suchen ihr Umsatzheil gemeinsam mit der Onlinewerbung-treibenden Klientel in einer Forcierung der ungeliebten Werbeformate. Viel hilft viel. In diesem Falle vornehmlich der Downloadquote der Adblocker. Es fehlt der Online-Werbung schlicht an kreativen Ideen.

 

Print heilt den digitalen Kater

 

Wer profitiert? Neben den Anbietern von Adblockern fast schon paradoxerweise die analogen Kommunikationsträger –

ein klassischer Backlash. So melden nicht nur gut gestaltete und haptisch hochwertige Printmagazine steigende Auflagen. Print ist hip und haptisches Lesen wieder auf dem Vormarsch.

 

Eine gute Botschaft für Werbetreibende, denn Print nehmen wir mit unserem Tastsinn wahr, der auch Wahrheitssinn genannt wird. Diese guten Eigenschaften spielen der Markenbildung in die Karten - und das wissen wir Mitglieder der AG Zukunft seit jeher zu schätzen. Deshalb setzen wir auf Notizbücher, Werbekalender, gebrandete Timer, Haftnotizen sowie auf multisensorische Printmailings.

 

Bemerkenswert ist, dass vor allem junge Nutzer auf die haptische Werbung anspringen, weil sich bei ihnen eine Art digitaler Kater breitmacht. Der Online-Werbung überdrüssig, freuen sich die Digital Natives über jedes sinnliche Erlebnis und fühlen sich durch greifbare Werbung beschenkt. An diesem Punkt wird für den Werbetreibenden ein Sprichwort relevant, das schon mindestens so lange existiert wie das Papier selbst: Gibst du mir, so geb ich dir.

 

 

Autor: Richard Kastner

 

 

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