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Apps wie Instagram, Snapchat oder die Facebook-Funktion für Live-Übertragungen zeigen, dass Menschen von Bildern fasziniert sind, ob sie nun bewegt, bewegend oder beweglich sind, wie es bei 360°-Videos der Fall ist. So können längere Texte in der Regel bei weitem nicht so hohe Klickzahlen erreichen wie Bilder.

 

Gegen die Bilderflut wirkt das geschriebene Wort beinahe wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. An die Stelle von blumigen Beschreibungen rücken Infografiken. Was früher ausformuliert wurde, wird heute als Meme oder als GIF verschickt. Welchen Nutzwert besitzt also unsere Fähigkeit zu schreiben noch?

 

Vom Nutzwert des Schreibens

 

Und überhaupt: Sprechen wir heutzutage vom Schreiben, meinen wir meist eher das Tippen auf der Tastatur statt beispielsweise das handschriftliche Verfassen eines Briefes. Es hat ein Wandel stattgefunden. Anstelle an Tintenfass und Füllfederhalter denken wir heute an Times New Roman oder Arial.

 

Dass das analoge Schreiben von bunten Bildern verdrängt wird, ist aber trotz allem ein Irrglaube. Denn auch Bilder werden stets mit Botschaften versehen, ob es sich dabei nun um einen kurzen Kommentar außerhalb des Bildes handelt - wie es bei Instagram der

 

 

Fall ist - oder um einen schriftlichen Teil innerhalb des Bildes wie bei Snapchat.

 

Archaisch in uns
verankerte Muster

 

Überall dort, wo Menschen gemeinsam leben und interagieren, gibt es Symbole oder Schrift. Dieses Phänomen reicht bis in die älteste Vergangenheit zurück, als unsere Vorfahren noch Bilder an Höhlenwände malten.

 

Dabei handelt es sich um weitaus mehr als um die bloße Vermittlung von Informationen. Vielmehr kann man mithilfe des Schreibens lernen, die eigenen Gedanken und Gefühle zu ordnen und sie zu Papier zu bringen. Dieser Vorgang gleicht einer Gedankenablage, mit deren Hilfe wir uns einen klaren Kopf verschaffen können.

 

Schreiben bleibt unverzichtbar

 

Formulierungen wie „sich etwas von der Seele schreiben“ haben nicht umsonst einen festen Platz in der deutschen Sprache. Schon deshalb sind beispielweise Notizbücher hervorragende Werbeträger und bauen im besten Fall eine innige Beziehung zu ihrem Besitzer auf.

 

Denn auch wenn die schnelllebige Internetwelt die Handschrift bisweilen zu verdrängen scheint, so enthält sie uns etwas vor, das handschriftliche Texte uns gewähren: die Mischung aus Ruhe

 

 

und kreativer Grenzenlosigkeit, das Innehalten während des Schreibprozesses.

 

Das Schreiben ist also auch in Zeiten der digitalen Revolution ein nützlicher wie auch unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Eine Verdrängung durch andere Formen der Kommunikation ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern unmöglich. Sinnvoller ist eine Verknüpfung der Kanäle – ihrem Nutzwert entsprechend.

 

Zeitlos und disruptionsresistent

 

Die kurze Notiz auf einer Haftnotiz hier, der Eintrag auf einem Wandkalender dort, die strukturierende Gestaltung von Arbeitsabläufen oder Produktionsprozessen auf Wandplanern oder das Brainstorming auf den Flipcharts: unsere Hände ordnen schreibend unsere Gedanken und strukturieren nach wie vor unseren Alltag wie auch unser Privatleben. Der Nutzwert des handschriftlichen Schreibens bleibt immens.

 

Werbeträger, die auf diese archaisch in uns verankernden Muster einzahlen, ranken nicht von ungefähr seit Jahrzehnten in den Marktstudien zum Einsatz von Werbemitteln in Spitzenpositio-nen. Sie sind ganz einfach zeitlos und disruptionsresistent.

 

Autor: Richard Kastner

 

 

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