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Wohl niemand weiß über Trends in allen Konsumgütersparten besser Bescheid als die beiden Internetgiganten Google und Amazon. Anlaufende Trends, abflauende Hypes, Lieblingsprodukte, Farben, Modetrends, Cocooning, Do-it-yourself, Gardening, Reisen und und und.

 

Always on, Big Data, der Gesellschaft den digitalen Puls fühlen – aus diesen Datenströmen, von intelligenten Algorithmen aufbereitet, lassen sich seismographische Momentaufnahmen wie auch Prognosen mit Eintreffsicherheit destillieren. Daten lügen nicht.

 

An dieser Stelle wollen wir nicht in gesellschaftliche Befindlichkeiten einsteigen, sondern uns nur einen ganz aktuellen Trend herausgreifen. Und das aus gutem Grund. Einer der Datenversteher kraft seines Amtes hat in einem aktuellen Interview mit der Rheinischen Post einen Ausblick auf die Geschenke unter dem diesjährigen Weihnachtsbaum – nein, nicht gewagt, vielmehr gewährt. Big Data, Sie wisssen schon.

 

Die neue Sehnsucht nach dem Analogen

 

Ralf Kleber, seines Zeichens Deutschland-Chef des Online-

besagtem Interview um eine

 

“Voraussage” des beliebtesten diesjährigen Weihnachtsgeschen-kes gebeten. Und Kleber, nicht faul, avisiert ein Fest des Analogen: die Rückkehr der Schallplatte.

 

“Vinyl ist diesmal ein Spitzenthema. Als wir 1999 den Musikbereich gelauncht haben, haben wir gesagt: Wir brauchen keine Platten mehr. Heute haben wir 1,4 Millionen Vinyl-Platten im Angebot, um auf diesen Trend reagieren zu können. Ich glaube, es wird einiges an Vinyl und Schallplattenspielern unter den Weihnachtsbäumen liegen.“

 

Vor Jahresfrist veröffentlichte der Berliner Kommunikationswissenschaftler Dominik Pietzcker sein Buch „Die neue Sehnsucht nach dem Analogen – Retrotrends im digitalen Zeitalter als Kommunikationsstrategien“.

 

In seinen Ausführungen widmet er sich dem scheinbaren Anachronismus einer neuen Relevanz scheinbar bereits verabschiedeter analoger Kommunikations- und Wirtschaftsstrategien im Zeitalter der digitalen Disruption.

 

Notizbuch, Kalender und Marke

 

Pietzker beobachtet eine Neuorientierung von Verbrauchern

„an Marken in nichtdigitalen

Nischen“ und löst damit auch den scheinbaren Anachronismus der neuen analogen Relevanz auf: “Der Autor erklärt diesen Trend zu analogen Nischen mit der Unfähigkeit digitaler Kanäle, echte Nähe und Bindung aufzubauen.”

 

Auf diese Neuorientierung an Marken in nichtdigitalen Nischen zahlen haptische Werbeträger wie Notizbücher oder Kalender ein. Als Handwerkszeug. und analoge Markenbotschafter erfüllen sie stets eine Doppelfunktion.

 

Werbeartikel verkörpern die Sinnlichkeit der analogen Kultur in gleicher Weise wie die Fähigkeit, Abstrakt-Digitales mit der analogen Lebensbasis zu verbinden.

 

Mehr den je übernehmen sie die Funktionen des Brückenschlagens zwischen digitalen Kommunikationswelten und analoger Lebenswelt.

 

 

Autor: Richard Kastner

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