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Welche Unterschiede man zwischen den in Deutschland ansässigen Kulturen auch zeichnen mag: Unser aller Jahr ist in Einheiten unterteilt, wir feiern besondere Feste und sind somit auf einen Kalender angewiesen, der diese Einheiten ersichtlich macht und uns an wichtige Termine oder Feiertage erinnert.

 

So findet dieses Jahr vom 23. bis zum 26. September beispielsweise das islamische Opferfest statt, der höchste Feiertag nicht nur unserer türkischstämmigen Mitbürger. Der Tag gedenkt des Propheten Ibrahim, der dazu bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern. Wer nun Parallelen zu einer Erzählung aus dem alten Testament erkennt, liegt richtig.

 

Auch in Russland gibt es besondere Festtage. So zelebriert die russische Bevölkerung am 8. März eines jeden Jahres den internationalen Frauentag, der dort ein gesetzlicher, arbeitsfreier Feiertag ist. Jüngeren Ursprungs ist der russische Gedenktag , der auf den 9. Mai 1945 zurückzuführen ist: der Tag des

 

 

 

Sieges, also das Inkrafttreten der Kapitulation der Wehrmacht und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Ein Kalender, viele Kulturen

 

Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, unterschiedliche Feiertage - doch wie bestärkt man die gegenseitige Rücksichtnahme in Großstädten, wo die vielfältigsten Kulturen aufeinander treffen? Cordula Rechberger aus Wien-Leopoldstadt hat eine Antwort auf diese Frage und deshalb das nachhaltige, regionale und multikulturelle Projekt "Echt ist anders" ins Leben gerufen.

 

Das Ziel des Projektes: ein gemeinsamer, verbindender Kalender - der sogenannte "k lender". "Zeit ist Leben. 365 Tage, 7 Tage, 24 Stunden.", so Rechberger. Dabei soll der gemeinsame Jahresüberblick nicht nur internationale und unterschiedliche religiöse Feiertage beinhalten, sondern auch die Möglichkeit, Arbeitszeit, Freizeit und Ruhezeit voneinander abzugrenzen.

 

 

 

 

 

Der Kalender als Kompendium

 

Die Idee kam der Wienerin bei der Suche nach einem Werbekalender für ihren Bruder. "Als Musiker brauchte er viel Platz für Abendtermine.", so Rechberger. Deshalb seien die Bedürfnisse unterschiedlicher Berufsgruppen im "k lender" als Timeline dargestellt. Das ermöglicht nicht nur eine individuelle Zeitplanung, sondern es sensibilisiert auch für den Alltag der Mitmenschen.

 

In Deutschland existieren regional bereits eine ganze Reihe der praktischen Übersichten, so beispielsweise in Berlin. Hier kann man auf den "Interkulturellen Kalender" zurückgreifen. Auch er berücksichtigt die Fest- und Feiertage anderer Kulturen.

 

Ein solches Kompendium ist besonders dort von Bedeutung, wo viele verschiedene Kulturen auf engem Raum zusammenleben. Schließlich ist es gut zu wissen, auf welche Tage die Hauptfeste von Geschäftspartnern, Kunden, Nachbarn, Kollegen oder Mitschülern fallen.

 

 

Autorin: Sabine Wegner

 

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