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Die Rolle des Werkstoffs Papier hat sich während der letzten Jahrzehnte grundlegend verändert. War das haptische Material in den 1950er Jahren noch ein Garant für wahrheitsgetreue Nachrichten, greifbares Weltgeschehen und gedruckte Glaubwürdigkeit, so nimmt es heute mehr und mehr die Rolle eines emotionalen Botschafters ein.

 

Ob wir nun genüsslich durch den Einkaufsprospekt blättern oder durch ein detailverliebtes Printmagazin: Papier ist vielschichtig und spricht nicht nur unseren visuellen Sinn an. Gewicht, Funktionalität, Oberflächenbeschaffenheit – wie sich etwas anfühlt, so betrachten wir es auch. So lädt raues, hartes Papier beispielsweise unterbewusst zu einer kompromisslosen Verhandlung ein.

 

Ein haptischer Hafen in der digitalen Flut

 

Genau diese Eigenschaften heben einen der ältesten Werkstoffe der Welt von der Digitalisierung unserer Zeit ab. Wo Bildschirme immer gleich aussehen und nur durch die dargestellten Inhalte zum Leben erwachen, erzählt Papier schon eine Geschichte, wenn wir es nur berühren. Abgesehen davon, dass sich Zeitungen auch dann lesen lassen,

 

 

wenn wir einmal keine Steckdose zur Hand haben.

So schaffen Computer und Notebooks zwar die Möglichkeit, eine E-Mail in Sekundenschnelle von Tokio nach Los Angeles zu schicken, kommt es aber zu einem Datencrash oder fällt der Strom aus, ist jedes noch so teure High End-Gerät absolut nutzlos. Man kann den elektronischen Fortschritt natürlich nicht aufhalten, sollte sich aber auch seiner Grenzen bewusst sein.

 

Außerdem nehmen Drucksachen Rücksicht auf eines der ältesten menschlichen Bedürfnisse: das Sammeln und Horten. Während Internetinhalte lediglich zur schnellen Verdaulichkeit taugen, nur um anschließend genauso rasant wieder in Vergessenheit zu geraten, bauen wir zu Papierprodukten eine tiefe Bindung auf.

 

Erfolgreich umworben

 

Bereits die Körpersprache verrät uns: Lesen wir von einem Stück Papier, so verspüren wir den Drang, danach zu greifen und es in die Hand zu nehmen. Wollen wir einen Text lesen und verstehen, müssen wir ihn also buchstäblich begreifen. Dass wir deutlich weniger vergessen, wenn wir es offline lesen, ist wissenschaftlich erwiesen.

 

 

Diese Erkenntnis lässt sich problemlos auf das Marketing übertragen. So sind Werbeartikel aus Papier keinesfalls angestaubte Relikte vergangener Tage. Vielmehr ist man sich heute sicher, dass die haptische Kundenansprache dafür sorgt, dass Werbebotschaften ihre Empfänger nachhaltig erreichen – auch in Zeiten der Hektik und der Informationsüberflutung.

 

Papier ist kein unmoderner Werkstoff, sondern gewissermaßen die Zukunft. Seinen bahnbrechenden Erfolg kann man dem digitalen Wandel nicht absprechen. Je intensiver und schneller unser Kontakt zur Computerwelt allerdings wird, so sehr leiden wir auch unter zusätzlichem Stress und einer Fülle an Informationen, die wir überhaupt nicht verarbeiten können.

 

Drucksachen wie beispielsweise Flyer und Mailings sind eine individuelle und intime Kommunikationsplattform – entspannt und entschleunigt. Je hektischer unsere Umwelt wird, desto wichtiger sind Papierprodukte, denn sie dienen als Bühne für unsere Emotionen und lassen uns das Menschsein nicht vergessen. Papier ist und bleibt alternativlos.

 

Autorin: Sabine Wegner

 

 

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