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Unser Alltag ist so komplex geworden, dass wir ohne Planung und Organisation kaum auskommen, ob nun in der Geschäftswelt oder während der Freizeit. Software-Hersteller wissen um diesen Bedarf nach Ordnung und programmieren ein Organisationstool nach dem anderen: Kalender, To-Do-Tools, digitale Sammelsurien. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Dennoch erleben Notizbuch und Tagebuch ein Revival.

 

Kein Wunder, denn während digitale Tools uns ein Schema aufzwängen, das wir allenfalls minimal verändern können, räumen Papierprodukte uns die volle Schöpfungsfreiheit ein. Das fängt schon bei der Auswahl an: Nehmen wir ein liniertes Exemplar oder doch ein kariertes? Ziehen wir vollständig weiße Seiten vor, benötigen wir Seitenzahlen oder eine kalendarische Anordnung?

 

Für welches Produkt wir uns entscheiden, hängt von unseren Bedürfnissen ab. Dies ist in der Online-Welt ähnlich, denn auch digitale Helfer bieten uns unterschiedliche Möglichkeiten, setzen verschiedene Schwerpunkte und bewegen sich in diversen Anwendungsgebieten. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen digitalen und analogen Lösungen: Notizbücher als Bullet Journal setzen uns keine vorprogrammierten Grenzen.

 

Das Bullet-Journal

 

So ist ein Bullet-Journal zum Beispiel eine Mischung aus

 Tagebuch, To-Do-Liste und Kalender, je nachdem wie wir es gestalten. Was zunächst chaotisch klingt, ist nichts als Übungssache, denn ein Bullet-Journal ist genau so aufgebaut, wie man es gerne hätte, wie es den eigenen Bedürfnissen entspricht und wie es die eigene Kreativität zulässt.

 

Für den Transfer eines Notizbuchs zum Bullet-Journal ist ein übersichtlicher Index zu Beginn des Notizbuchs hilfreich, denn er bringt Ordnung in die Gedankensammlung. Zu diesem Zweck reicht es, die ersten Seiten des Notizbuchs frei zu lassen und dort Stück für Stück ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, je nachdem, welcher Eintrag schließlich wo zu finden ist.

 

Spätestens ab diesem Zeitpunkt spielt es keine Rolle mehr, wie das eigene Bullet-Journal gestaltet wird, denn mithilfe er ersten Seiten behält man als Autor den Überblick. Wo hatte ich noch gleich den Einkaufszettel für Mittwoch notiert? Wo finde ich die Adresse meines Studienfreundes aus Freiburg? Das Inhaltsverzeichnis hält diese Informationen bereit und der Besitzer des Bullet-Journals behält die Kontrolle über die abgelegten Gedanken.

 

Warum Papier?

 

Wir Mitglieder der AG Zukunft sind davon überzeugt, dass handgeschriebene Inhalte besser zu unserem Gehirn durchdringen als digitale. So ist wissenschaftlich erwiesen, dass wer etwas schreibt und das Geschriebene bewusst liest und wiederholt, sein Gehirn

 

 

deutlich stärker anstrengt als jemand, der am Computer schreibt oder einen Online-Artikel liest.

 

So können wir besser lernen und kreativer sein, wenn wir mit handschriftlichen Notizen arbeiten, denn während wir Handschriftliches formulieren, setzen wir uns zwangsläufig mit dem Inhalt der Formulierung auseinander, während schnelle Tippgeschwindigkeiten oftmals dazu verleiten, unverändert und unreflektiert mitzuschreiben.

 

Auch flüchtige Gedanken lassen sich deshalb wunderbar in Papierform festhalten. Schließlich handelt es sich hier um unsere eigenen Ideen, mit denen wir uns liebend gerne beschäftigen möchten – schreiben wir sie per Hand auf, findet der erste Prozess der Vertiefung bereits während der Konservierung der Idee statt.

 

Somit eignet sich das gebrandete Notizbuch auch in exponierter Weise als Werbeträger für alle Zielgruppen. Und um den Weg vom Notizbuch zum Bullet-Journal noch leichter zu gestalten, empfehlen sich auch Produkt-Sets für den Marketingeinsatz. Idealerweise in Kombination mit einem Schreibgerät.

 

 

Autor: Richard Kastner

 

 

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