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Haben Sie ein Blatt Papier griffbereit? Wie fühlt es sich an? Welche Assoziationen und Emotionen löst die Berührung aus? Die AG Zukunft zeigt wie Papier nicht nur unsere Augen anspricht, sondern auch mit unserem komplexen haptischen Sinn kommuniziert .

 

Die Tastinformationen sausen als elektrische Signale in die Emotionszentrale und ins haptische Verarbeitungsareal unseres Hirns. Mit jeder Berührung wird implizit ein Code ausgelöst – ein von Emotionen getragenes Erfahrungspäckchen.

 

Denn haptische Reize wie weich, warm, kühl, rau, hart, geschmeidig charakterisieren nicht nur Objekte, sondern entfalten ihre Bedeutung auch im übertragenen Sinne: ein warmer Empfang, eine harte Verhandlung, ein rauer Ton.

 

Die ersten haptischen Muster lernen wir bereits im Mutterleib – beispielsweise, dass Daumennuckeln beruhigt. Noch bevor wir ein reflektierendes Bewusstsein entwickeln, begreifen wir die Welt und vergewissern uns der Realität mit eigenen Händen. Der haptische Sinn dient uns ein Leben lang als Prüf- und Wahrheitsinstanz. Die Hand muss halten, was der Blick verspricht.


Fingerspitzengefühl

Mit jedem Griff zu einem Blatt Papier werden abstrakte Botschaften greifbar und aktivieren zugleich höchst zartfühlende Sensoren. Unsere Fingerbeeren zählen zu den Ballungsgebieten berührungsempfindlicher Tastzellen. Sie reagieren  auf Druck, Dehnung und Vibration.

 

 

Eine neue wissenschaftliche Studie des KTH Royal Institute of Technology, Stockholm, kommt zu dem Ergebnis, dass wir noch feinste Rillen im Bereich von 13 Nanometern erspüren können. Das heißt in der Praxis: Würden unsere Hände auf die Größe des Erdballs anwachsen, könnten die Fingerspitzen noch den Unterschied zwischen Autos und Häusern ertasten.

 

So selbstverständlich uns die Talente des Tastsinns sind, so unbewusst können sie uns beeinflussen. Die AG Zukunft zeigt Ihnen wie. Beispielsweise weckt die Berührung eines zarten Büttenpapiers andere Emotionen und Assoziationen als die eines stabilen Hochglanz-Covers oder eines ungefärbten Öko-Papiers – unabhängig davon, ob uns die Wirkung bewusst wird oder nicht.